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DOG BIATHLON 2018

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Durchstarten mit Hund – und Lasergewehr

 

Es gibt Veranstaltungen, die sind anders. Man merkt es sofort, wenn man einen Sportplatz, ein Stadion oder eine Sporthalle betritt. Es liegt in der Luft. Am 27. September lag auf dem Platz des Schäferhundvereins im saarländischen Homburg-Beeden vor allem eines in der Luft: Hundegebell. Und diese ganz bestimmte Atmosphäre, denn dieses Event war der Startschuss für eine neue Disziplin im deutschen Hundesport. Ein kleines Experiment könnte man sagen.

 

Am 27. September füllt sich der Platz des Schäferhundvereins in Homburg-Beeden am frühen Morgen mit Mensch und Hund. Das Starterfeld ist bunt gemischt. Es starten Deutsche Meister mit Freizeitsportlern, Huskys, Jack Russel Terrier und sogar ein Hund mit Handicap.

Vor dem Rennstart haben die Teilnehmer die Möglichkeit die Laserschießanlage, bereitgestellt von IQ-Sport, zu testen. Unter Anleitung des Experten Martin Bremer sieht das Ganze auch schon ziemlich professionell aus, fast wie beim echten Biathlon. Und wie erhofft sind die Geräusche, die die Schüsse verursachen, für die Hunde kein Grund ängstlich zu werden.

 

Um 9.30 Uhr startet der erste Damenlauf. In abwechselnder Reihenfolge starten die Teilnehmer so in insgesamt zwei Läufen bis 17Uhr. Das Publikum bejubelt die überraschend guten Schießeinlagen und feuert die Teams so gut wie möglich an. Ob der Jack Russell Terrier, der das Feld aufmischt, die Starterin die doppelt startet, Führende und weiter zurück Liegende, alle bekommen ihren Applaus.

Was sich vorher niemand wirklich ausrechnen konnte, war die Wirkung des Schießens auf die Ergebnisse. Die besten Läufer kommen ins Trudeln, wenn sie fünfmal die Scheiben verpassen und ebenso oft in die Strafrunde müssen. Und schon werden sie von einem vermeintlich schlechteren Läufer, aber besseren Schützen überholt. So sind es nach den ersten Läufen nicht nur die "Profis" die in die enge Auswahl des Finales eintreten.

 

Einen Faktor, den das Orgateam im Vorfeld nicht hatte kommen sehen können war das Wetter. Die Sonne scheint, die Luft ist angenehm. Für einen dritten Lauf ist das Wetter für die Hunde aber einfach zu gut. Nun sind wieder Kreativität und Einfallsreichtum gefragt, denn was ganz oben auf der Prioritätenliste des Teams steht ist vor allem das Wohl der Vierbeiner. Es werden verschiedene Szenarien durchgegangen, wie man die Bedingungen vor allem für die Hunde einfacher machen kann. Sollte man nur eine Runde laufen? Einmal schießen? Sollte der Läufer zwei Runden laufen, eine davon aber ohne Hund? Man entscheidet sich für eine Variante, die sowohl für die Hunde gut war, aber auch die Spannung am Schießstand nicht vorenthält. Die Hunde sollten zum Finale am Stakeout festgebunden werden ohne klassischen Start. Das Rennen soll mit dem Stehendschießen beginnen. Anschließend daran sollten die Läufer einen kleinen Umweg laufen, um die Fairness zu gewährleisten. Schließlich müsste ein Schütze auf Schießbahn 1 weniger Weg aus dem Schießstand heraus haben als ein Schütze auf Bahn 5. Danach sollten Hund und Läufer gemeinsam auf eine reguläre Runde gehen. Das Liegendschießen läuft gleich ab wie in den beiden Läufen zuvor. Der Hund kommt an Stakeout, das Herrchen schießt und gemeinsam gehen beide in die Strafrunden oder eben sofort in die Finale Runde ins Ziel. Mit dieser Lösung konnten alle Teilnehmer gutleben, auch jene, die Bedenken hatten, dass die Temperaturen für ihren Vierbeiner zu hoch werden könnten.

 

Das einzige was nun vor den beiden großen Finalläufen geklärt werden muss ist: wer kommt überhaupt ins Finale? Was Punkte angeht hatten sich mehrere Teilnehmer und Teilnehmerinnen für den Endlauf qualifiziert. Nun liegt es wieder an der Orga möglichst schnell ein faires Auswahlsystem für die Kontrahenten zu finden. Die Lösung: Schießen auf Zeit. Die potentiellen Finalisten schießen nacheinander möglichst schnell. Wer die meisten Treffer in kürzester Zeit landet ist im Finale. Bei den Damen sind dies Nicole Steinmann, Yvette Spamer, Nadine Hess, Lisa Thomsen und Kathleen Heine. Bei den Herren sind es Heiko Gumpert, Lorenz Frech, Renzo Cappello, Rainer Weber und Dennis Schwarz. Zwei Finals vom Feinsten, die den Zuschauern höchste Spannung versprachen.

 

Den Anfang machen die Damen. Im Hintergrund spielt leise "We are the champions" von Queen, als sich die fünf Finalistinnen zum ersten Mal im Schießen messen. Am Ende ist Lisa Thomsen die Gewinnerin, dicht gefolgt von Yvette Spamer und Nicole Steinemann.

Vor dem Herrenfinale steigert sich die Spannung nochmals. Hier sind wirklich die besten des Feldes vertreten und auch eine kleine Überraschung. Heiko Gumpert konnte vor allem durch sein nahezu perfektes Schießen punkten. Mit seiner Dalmatiner-Boxer-Hündin ist er damit nicht im Geringsten ein Underdog im Finale. Am Ende des Finales ist alles sehr spannend. Zwar holt sich der Lorenz Frech fast souverän den ersten Titel des besten Dog-Biathleten. Der Kampf um die Plätze ist jedoch an Spannung kaum zu überbieten. Dennis Schwarz sichert sich den zweiten Platz und auf dem dritten landet der Schützenkönig des Tages Heiko Gumpert.

 

Am Ende einer solchen Veranstaltungen freuen sich die Sieger natürlich ganz besonders. Aber die Stimmung an diesem Tag unter Teilnehmern, dem Orgateam und den Zuschauern verriet vor allem eines: jeder war an diesem Tag Sieger. Die Teilnehmer, weil sie an diesem neuen, spannenden Event teilnehmen konnten. Das Orgateam, weil die Veranstaltung flüssiger ablief als man es hätte erwarten können und weil selbst kleine Hindernisse schnell und klug aus dem Weg geräumt wurden. Und natürlich die Zuschauer, weil sie in den Genuss kamen, dieses Event miterleben zu können.

Schon kurz nach dem Rennen konnte sich das Orgateam vor Lob kaum retten. Wann man sich denn für nächstes Jahr anmelden könne. Ob man das Event nicht ausweiten wolle auf mehrere Tage. Ob man das Starterfeld nicht noch größer machen könne. Manchein Besucher fasste sogar prompt den Entschluss selber zum Laufschuh zu greifen, um irgendwann selber starten zu können.

Auch auf Facebook waren die Rückmeldungen durchweg positiv:

"Wäre der Dog-Biathlon eine eigene Disziplin auf Rennen – es wäre meine!" - "Das war mit Abstand das geilste und abgedrehteste Event, an dem wir je teilgenommen haben. Ich sitze im Büro und grinse immer noch!" - "Es war eine tolle, gut organisierte, spannende und vor allem faire Veranstaltung. Beim nächsten mal gerne wieder!"

 

Einer Fortsetzung steht dem Orgateam zufolge nichts im Wege. Noch haben die Planungen zum 2. Internationalen Dog-Biathlon jedoch nicht begonnen. Zuerst muss man dieses Event sacken lassen, versuchen zu begreifen, was man da tolles für den Hundesport geleistet hat. Um dann im nächsten Herbst wieder voll durchzustarten. Am besten mit Hund und Lasergewehr.

 

 

(von Selina Juliana Sauskojus)

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